Kann man seine Katze
klonen lassen?
Was die Wissenschaft sagt, und was mein Herz dazu meint 🐾
Es ist halb drei an einem Nachmittag im Mai. Der erste wirklich warme Tag nach einem langen Winter. Wir sitzen auf der Loggia, Getränke auf dem Tisch, ein Buch in der Hand, machen es uns endlich wieder gemütlich draußen. Die Sonne wärmt das Gesicht ☀️ und für einen Moment fühlt sich Wien wie Urlaub an.
Casanova sitzt drinnen am Fenster und beobachtet uns.
Dann ein leises Klicken.
Die Türe ist zu. Von innen hat unser Kater die Klinke gedrückt und wendet sich jetzt gelangweilt ab, als wäre nichts gewesen. Wir stehen draußen, er drinnen, und es ist Muttertag. Wir sind sommerlich leicht angezogen, hatten ja eigentlich nirgendwo hingewollt. Die Feuerwehr kommt. Eine Traube Nachbarn versammelt sich auf dem Hügel. Wir lernen die halbe Nachbarschaft kennen. 🙃
Für alle, die jetzt denken: „Wie kann eine Katze eine Türklinke drücken?” Casanova kann das. Wir haben es inzwischen akzeptiert. 🙃
Das war nicht das erste Mal. Einige Zeit vorher hatte Casanova entdeckt, dass es da oben eine Lücke gibt. Was für uns eine Schockentdeckung war, war für ihn längst geplant. Mitten in der Nacht stehen wir also auf der Loggia, Taschenlampen in der Hand, und sehen unseren Kater fröhlich zwischen den Loggias der Nachbarn springen. Jedes liebevolle „Mietz, mietz… komm schon, Bärchen…” bringt gar nichts. Er hat den Spaß seines Lebens. 😊🐾
Gott sei Dank bricht er schließlich bei unserer Nachbarin in den Zaun ein. 💜 Sie ist selbst erfahrene Katzenmama, fängt ihn ein und bringt ihn uns zurück. 🐱 Eine tolle Art, seine Nachbarn kennenzulernen, übrigens. 😊💜
Seither ist das Gitter auch oben zu. Auch wir machen Fehler und lernen draus. 💜
Das ist Casanova. 😺 Der Kater, der meinen Partner Christian so sehr in seinen Bann gezogen hat, dass Christian heute wirklich Casanova heißt.
Casanova ist der Grund, warum ich eine Katzenzucht aufgebaut habe. Warum unsere Wohnung Catwalks hat. Warum Du gerade diesen Artikel liest.
Er wird diesen Sommer zehn Jahre alt. 🎂
Und ja, ich habe manchmal Angst, ihn zu verlieren.
Die kurze Antwort: Ja! 🐾😊 Das ist tatsächlich möglich. 😊
Die längere Antwort führt mitten hinein in Wissenschaft, Emotionen, und eine Frage, die jede Katzenmama und jeder Katzenpapa für sich selbst beantworten muss.
Die erste geklonte Katze der Welt 🐱
Die Geschichte des Katzenklonens beginnt mit einer Katze namens CC.
CC steht für Copy Cat, und wurde am 22. Dezember 2001 an der Texas A&M University in den USA geboren. Sie war die erste geklonte Hauskatze der Welt. 🐾🎉
Ihre genetische Vorlage war eine Katze namens Rainbow. Forscher entnahmen Rainbow eine Körperzelle, übertrugen deren Erbgut in eine Eizelle und setzten den entstandenen Embryo einer Leihmutter ein. Etwa zwei Monate später (Katzen tragen ihre Kitten etwa 63 bis 66 Tage) wurde CC geboren.
Obwohl CC genetisch identisch mit Rainbow war, sah sie nicht gleich aus. Rainbow hatte eine dreifarbige Fellzeichnung. CC entwickelte eine ganz andere Zeichnung. Das zeigt: Gene allein bestimmen nicht alles. Aussehen und Persönlichkeit entstehen auch durch Entwicklung, Umwelt und Zufall.

CC lebte später bei 🏡 Reproduktionsforscher Dr. Duane Kraemer und seiner Familie, bekam selbst drei gesunde Kitten und wurde stolze 18 Jahre alt 🎉
Damit war sie der Beweis: Eine geklonte Katze kann gesund leben, sich normal entwickeln, und ein volles Katzenleben führen.
Wie funktioniert das Klonen einer Katze?
Das Verfahren klingt ein bisschen nach Science-Fiction, ist biologisch aber gut verstanden. Vereinfacht funktioniert es so:
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1
Zellprobe entnehmen: 🐾 Von der Katze wird eine Körperzelle gewonnen, zum Beispiel aus der Haut.
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2
Zellkonservierung: 🌿 Diese Zellen können eingefroren und in flüssigem Stickstoff über viele Jahre aufbewahrt werden.
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3
Übertragung des Erbguts: Das genetische Material wird in eine Eizelle eingesetzt, deren eigener Zellkern zuvor entfernt wurde.
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4
Embryo entsteht: Die Eizelle beginnt sich zu teilen und entwickelt sich zu einem Embryo.
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5
Leihmutter trägt das Kitten aus: 🐱 Der Embryo wird einer Katze eingesetzt, die ihn austrägt, nach etwa 63 bis 66 Tagen wird ein Kätzchen geboren, das genetisch ein Zwilling der ursprünglichen Katze ist. 🐾
Welche Firmen klonen Katzen?
Es gibt einige Unternehmen weltweit, die Haustierklonen anbieten. Hier ein Überblick der bekanntesten:
| Unternehmen | Land | Besonderheit | Tiere |
|---|---|---|---|
| ViaGen Pets & Equine | 🇺🇸 USA | Einer der führenden Anbieter weltweit, bietet auch Zellkonservierung an | Katzen, Hunde, Pferde |
| Gemini Genetics | 🇬🇧 UK/Europa | Hilft Europäern bei Organisation & Transport, Klonen über Partnerlabore | Katzen, Hunde |
| Sinogene | 🇨🇳 China | Bekannt durch geklonten Kater „Garlic”, aktives Biotech-Unternehmen | Katzen, Hunde |
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Interessant: Viele Menschen entscheiden sich zuerst nur dafür, Zellen ihrer Katze einfrieren zu lassen, als offene Tür für irgendwann. Diese Option ist deutlich günstiger und lässt alle Entscheidungen offen.
Wer die Option offenhalten möchte: Viele Anbieter ermöglichen es, Zellen bereits heute einfrieren zu lassen, zu einem Bruchteil der Klonkosten.
Was kostet es, eine Katze zu klonen?
Jetzt kommt der Teil, der die meisten Menschen überrascht. Das Klonen einer Katze ist aktuell sehr teuer:
Dazu kommen Kosten für Transport, Tierarztbetreuung und Lagergebühren. Die günstigere Alternative:

Was mich beim Klonen wirklich beschäftigt 🐾
Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr tauchen Fragen auf, die ich nicht einfach übergehen kann.
Für jeden erfolgreichen Klon entstehen oft viele Fehlversuche. Embryonen, die sich nicht entwickeln. Und die Leihmutter-Katzen: sie durchlaufen wiederholte Eingriffe, Hormonbehandlungen und Trächtigkeiten, ohne dass sie eine Wahl haben.
Ich glaube nicht, dass es eine einfache Antwort gibt. Aber ich glaube, dass echte Liebe zu Tieren bedeutet, auch diese Fragen anzuschauen, ehrlich, ohne sie wegzuschieben. 💜
Pro & Contra: ein ehrlicher Überblick
✅ Argumente dafür
- 🐾 Genetisches Erbe bleibt erhalten
- 🐾 Wissenschaftlich ausgereiftes Verfahren
- 💜 Möglichkeit der Trauerbewältigung
- 🐾 Kann gesund & normal aufwachsen (CC: 18 Jahre)
- 🌿 Zellkonservierung als günstiger Einstieg
❌ Argumente dagegen
- 🐾 Extrem hohe Kosten
- 🐱 Persönlichkeit ist nicht klonbar
- 🐾 Belastung für Leihmutter-Katzen
- 🐾 Fehlversuche unvermeidbar
- 💔 Kann echten Verlust nicht ersetzen
Wäre eine Klonkatze wirklich dieselbe Katze?
Das ist wahrscheinlich die wichtigste Frage. 🐾
Die Gene wären identisch. Der genetische Bauplan wäre derselbe. Aber Persönlichkeit entsteht nicht nur durch Gene. Sie entsteht durch Erfahrungen, Umwelt, Beziehung zum Menschen, und durch unzählige kleine Zufälle des Lebens.
Eine Klonkatze wäre eher wie ein genetischer Zwilling. Vielleicht erkennst Du bestimmte Eigenheiten wieder. Vielleicht erinnert Dich etwas an Deine erste Katze. Aber es bleibt ein völlig eigenes Wesen, mit einer eigenen Geschichte. 🐱💜

Würde ich Casanova klonen lassen? 🐾
Wenn ich ehrlich bin, mein Kopf würde wahrscheinlich nein sagen.
Die ethischen Fragen. Die Kosten. Die Tatsache, dass es ihn nicht zurückbringt.
Aber dann schaue ich ihn an. Wie er schläft. Wie er mich anschaut. Wie er einfach… er ist. Und ich weiß nicht, ob irgendjemand wirklich verstehen kann, wie sehr ich diesen Kater liebe, was er ausgelöst hat in meinem Leben, wer ich durch ihn geworden bin.
Und dann denke ich: Vielleicht würde ich es doch machen. Zumindest seine Zellen einfrieren lassen. Die Tür offenhalten. 🌿
Nicht, weil ich glaube, ihn damit zurückzubekommen. Das wäre eine Illusion.
Katzenwiki: Deine Fragen, unsere Antworten 🐱
Fazit
Ja. Man kann eine Katze klonen lassen. 🐾 Die Technologie existiert. Sie funktioniert. Und sie wird bereits von mehreren Unternehmen angeboten.
Trotzdem bleibt eine Wahrheit bestehen: 💜
Ein Labor kann Gene kopieren. Aber keine gemeinsamen Erinnerungen. Keinen bestimmten Blick. Keinen Moment auf der Loggia, ausgesperrt, lachend, in der Sommernacht. 🙃 Kein Schnurren genau dieser einen Katze. 💜
Vielleicht liegt genau darin auch die eigentliche Schönheit unserer Katzen: Jede einzelne ist einzigartig. Und genau deshalb so unersetzlich. 🐱💜
Wir sind Isabella & Christian aus Wien – und wir bringen Dich zu der Katze, auf die Du schon dein ganzes Leben gewartet hast.
In unserer Cattery Dreaming Casanova züchten wir Britisch Kurzhaar Golden Tabbys mit dem Herzen – verschmust, verspielt, menschenbezogen und von Anfang an auf Liebe sozialisiert. Nicht nur eine Katze. Dein bester Freund fürs Leben. 🐾
Wir wissen, was wir tun: Als eine von nur wenigen Catteries in Österreich tragen wir alle drei PawPeds-Zertifikate – die fundierteste Züchterausbildung, die es gibt.
Wir finden Deine Traumkatze. Pfote drauf. 🐾
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